Im Groben geht es beim Sportschießen darum, die Mitte einer Schießscheibe, durch Einklang von Körper (statischem Aufbau) und Geist (innere Ruhe und Kontrolle von äußeren Einflüssen), zu treffen. Die Ringanordnung auf einer Schießscheibe wird „Spiegel“ genannt. Je näher man die Treffer in der Mitte platzieren kann, umso mehr Punkte (Ringe) erhält der Schütze. In der Regel werden bei Luftdruckwaffen 20, 30, 40 und 60 Schuss à 5 bzw. 10 Schussserien geschossen, abhängig von der Schießdisziplin und der Altersklasse des jeweiligen Schützen. Zum Einsatz kamen dabei früher einzelne Zehnerringscheiben, heute wird überwiegend auf Streifen geschossen, die mit jeweils 10 Spiegeln versehen sind.
Seit der Jahrtausendwende kommen immer mehr elektronische Messverfahren auf den Markt. Infrarot-Lichtschranken ergeben ein feines Netz, das den Durchtritt eines Geschosses mit hoher Auflösung und Genauigkeit bestimmt. Dieses Messung ist deutlich präziser, als sich eine herkömmliche Papierscheibe drucken lässt und unabhängig von jeglicher Witterungsart. Nach Vorgabe des Veranstalters können Sonderformen von Wettkämpfen in einem so genannten „Offenen Wettkampf“ geschossen werden. Hierbei ist dann auch die Mischung von männlichen und weiblichen Teilnehmern in einer Mannschaft möglich.
Sportschützen sind in der Bundesrepublik Deutschland in verschiedenen Dachverbänden organisiert. Der DSB (Deutscher Schützenbund) ist der größte, dieser ist auch beim NOK vertreten und organisiert die Deutschen Meisterschaften sowie die Bundesliga. Die meisten sportlich orientierten Schützenvereine sind über die 20 Landesverbände des DSB organisiert.
Die Deutsche Schießsport Union (DSU) hat ihren Schwerpunkt im Großkaliberbereich. Weitere Dachverbände sind in Deutschland: der Bund Deutscher Sportschützen (BDS) und der Bund der Militär- und Polizeischützen (BDMP).
In den Sportstatistiken liegen die Verbände der Sportschützen mit ihren Mitgliederzahlen seit Jahren regelmäßig auf dem dritten oder vierten Platz, sowohl auf Bundesebene, wie auf Landesebenen und Kreisebenen, hinter dem Fußball, den Turnern und dem Tennis. In der öffentlichen Aufmerksamkeit bei Presse, Funk und Fernsehen kommt das jedoch nicht zum Tragen. Da wird das Sportschießen eher als „Randsportart“ betrachtet, da es prinzipbedingt weniger medienwirksam ist (Ausnahme: Biathlon).